Noch während Kyle Valenti versucht seinen Platz in der Welt zu finden, ändert sich sein Leben in Roswell schon wieder. Ian Spelling hat mit Nick Wechsler gesprochen.
NICK WECHSLER war nicht so sicher, ob Roswell ein weiteres Mal dem Sensemann entkommen würde. "Ich fand, dass es diesmal sehr knapp war", sagt der Schauspieler und spricht auf die abermals drohende Absetzung von Roswell an. "Ein Großteil der Standhaftigkeit hat mit dem Sci-fi-Element zu tun. Wir haben eine starke Fangefolgschaft. Ich konnte das gar nicht fassen, dass nach der ersten Season so viele Leute Dinge an die Chefetage von WB schickten, um klarzumachen, dass sie die Serie weiterhin sehen wollten. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie beliebt die Serie ist. Ich glaube, die Sci-fi-Fans reagieren einfach stärker und sind viel mehr bei der Sache. Und es hat funktioniert. Ich dachte, es wäre vorüber. Ich versuchte, mich it dem Gedanken abzufinden und mich auf das Ende vorzubereiten. Ich dachte: 'Verdammt, ich muss einen anderen Job finden. Von dem Geld, das ich noch habe, kann ich mich noch soundso lange über Wasser halten.' Ich bekam Panik."
Bevor jedoch Wechslers persönliche Krise aus dem Ruder laufen konnte, warf UPN ihm einen Rettungsring zu. Das Network übernahm die Serie, nachdem The WB sie aus dem Programm genommen hatte. Und was noch besser war: Sie setzten sie gleich hinter einen anderen Neuzugang an, der ebenfalls vonWB kam: Buffy- Im Bann der Dämonen. "Wir hatten Glück", sagt Wechsler zu Roswell, deren dritte Season in den USA am 9. Oktober mit der Episode Busted begann. "Das ist mehr als nur ein Neubeginn. Wir haben auf UPN die beste Serie direkt vor uns, die wir uns vorstellen können. Und die hätten wir bei WB auch haben können." Dann ist jetzt der Druck da? Keine Ausflüchte mehr? Unter den eneuen Bedingungen wird Roswell erfolgreich sein, richtig? "Der Druck ist da, aber ich kann darüber nicht nachdenken", beteuert Wechsler. "Ich bin nicht derjenige, der die Quoten macht. Ich hoffe, wir können die beabsichtigte Quote erreichen, aber ich selbst habe darauf so gut wie keinen Einfluss."
Wechsler spielt in Roswell einen Nebenrolle, die aber trotzdem eine zentrale Funktion erfüllt. Seit dem ersten Tag ist er als Kyle Valenti dabeik Sohn des Sheriffs Valenti (William Sadler) und Ex-Freund von Liz (Shiri Appleby), der jungen Freu, die jetzt eine romantische Beziehung mit dme Alien Max (Jason Behr) angefangen hat. Eine Zeitlang schien es so, als sei Kyle so wie sein Vater darauf auf, Max, dessen Schwester Isabel (Katherine Heigl) und den gemeinsamen Freund Michael (Brendan Fehr) zu fassen zu bekommen. Doch nachdem Max den sterbenden Kyle durch Handauflegen gerettet hat - im Finale der ersten Season, Ende und Anfang -, entwickelte der sich zu einem Verbündeten der Gruppe. Später sah es so aus, als würde Tess (Emilie de Ravin) näherkommen, der vierte Außerirdischen. Sie war in das Haus der Valentis gezogen und hatte dabei für einige unterhaltsame Augenblicke gesorgt, doch Kyle und Tess beschlossen schon bald, dass sie besser Freunde waren, anstatt ein Leibespaar zu sein. Als id ezweite Season endete, entpuppte sich Tess als Widersacherin, ganz zu schweigen davon, dass sie den Freund der Gruppe, Alex (Colin Hanks), auf dem Gewissen hatte.
Jetzt aber mal zurück zu Wechsler. Geboren wurde er in Albuquerque, New Mexico, er hat sieben Brüder. Obwohl er gerade mal 23 Jahre alt ist, kann er Gastrollen in Palm Beach Duo und The Lazerus Man sowie inen festen Part in der kurzlebigen Serie Team Knight Rider, in der er den Trek spielte. Den Namen hatte die Figur der Tatsache zu verdanken, dass er auf einer Star-Trek-Convention gezeugt worden war 1999 sprach Wechsler für verschiedene rollen in Roswell vor, wobei der Schwerpunkt auf Alex lag. "Zu der zeit wurde Alex als Nachfahre amerikanischer Ureinwohner beschrieben", erinnert sich der Schauspieler. "Ich dachte, dass ich nicht dieser Beschreibung entsprach. Das wäre peinlich gewesen. Die Leute hätten gedacht: 'Was hat dieser Junge hier zu suchen? Er vergeudet nur unsere Zeit.' Aber ich bin trotzdem zum Vorsprechen gegangen. Die Dame dort sagte zu mir: 'Also, nach einem amerikanischen Ureinwohner sehen Sie aber nicht aus.' Ich sagte: 'Ich weiß! Eben, das sage ich ja die ganze Zeit.' Daraufhin meinte sie irgendetwas in der Art: 'Wir melden uns für eine andere Rolle.' Und dann wurde ich für den Part der Kyle eingeladen. Das Witzige dabei ist, dass Colin ganz offensichtlich auch kein Nachfahre amerikanischer Ureinwohner ist."
Wechsler bezeichnet Ende und Anfang als den entscheidsten Moment für Kyle. Insbesondere bezieht er sich da auf die Szenen, dachdem Sheriff Valnti die Aliens gerettet hat und Max nach einigem Zögern einverstanden ist, Kyle zu retten. "Bevor das geschah, war Kyle gegen die Aliens eingestellt. Das ERlebnis hat seine Ansichten und Überzeugungen verändert", sagt Wechlser. "Er zitiert Buddha und er ist zu jemandem geworden, den die Aliens mögen und dme sie vertrauen. Kyle ist jetzt möglischerweise zum Teil selbst ein Außerirdischer. Ich habe das von einigen Leuten gehört, allerdings hatte ic hselbst nich tdiesen Eindruck. Aber vielleicht läuft ja genau das ab."
Über die beendete Romanze zwischen Kyle und Tess kann Wechlser nur lachen. In einigen Szenen sah es zwar so aus, dass noch viel geschehen würde, aber am Ende bekam Max das Mädchen. "Ich wusste wirklich nicht, wohin sich die Dinge netwickelten", sagt er. "Einige Schauspieler haben vielleicht gefragt, und womögliich ist das auch eine gute Idee, aber ich habe es nicht gemacht. Es kann hilfreichsein, wenn man Dinge weiß, wenn man weiß, wohin etwas führen wird, wie es enden wird. Da ich aber nie gefragt habe und meine Figur bestimmte Texte bekam, hatte ich immer gedacht, wir würden im Bett landen. Es hat mich überrascht, als die beiden auf einmal nur noch Freunde sien wollten, aber es hat mich nicht gestört."
Wechsler fügt an, dass ihm das Feheln von de Ravin sehr wohl vewusst ist. Allerdings vermisst er sie zur Zeit noch nicht. "Wir sind jetzt gerade mal seit drei Wochen zurück", sagt Wechsler, der die Sommerpause genutzt hat, um für andere Projekte vorzusprechen, ins Kino und in Konzerte zu gehen, und er hat Zeit mit Freunden verbracht, die zu Besuch gekommen sind. "Ich arbeite nicht so regelmäßg. Es gab in der letzen Season einzelne Episoden, in denen ich mit Emilie überhaupt nicht gearbeitet habe. Im Moment ist das ein GEfühlt wie bei diesen Episoden. vielleicht frage ich mich am Ende der Season: 'Wo zum Teufel ist sie?' Bislang habe ich das nur in der Maske bemerkt. Sie hat einen Zwergpudel. Das heißt, sie ist nicht mit diesem zitternden Rattenhund da, sie kann mich nicht beleidigen und sich nicht am Mobiltelefon totlachen. Das hat sie oft gemacht. Es war lustig. Wir haben usn gegeseiteig immer hochgenommen, wir sind uns ständig an die Gurgel gegangen. Das hat mir gefallen."
So wie sich die Zuschauer gefragt, was Kyle machen würde wenn er und Liznsich trennten, wundert man sun, nachdem Tess weg ist: 'Was erwartet Kyle jetzt?' "Ich weiß" sagt Wechsler. "Als ich erfuhr, dass Emilie raus war, dachte ich: 'O mein Gott, vielleicht bin ich der nächste! Sie könnten mich jetzt rausnehmen, weil Tess mich mit den Aliens verbungen hatte. Vielleicht haben sie jetzt keine Möglichkeiten mehr, mich einzusetzten.' Aber sie finden schon eine Lösung. Ich habe noch immer etwas zu tun. Ich kann nicht verraten, um was es sich handelt, aber es ist ein handlungsbogen, der sich durch die gesamte Season zieht. Man wird wahrschienlich erst ab der Hälfte der Season wirlich verstehen, was los ist. Aber gibt Elemente, für die ich zurückkehre und die mich wieder zu iener wichtigen Figur machen. Ich kann sagen, dass Kyle sich ein wenig um seinen Vater kümmert,weil der immer noch arbeitslos ist. Ich habe viele Szenen mit Bill, und das gefällt mir. Ich bin also immer noch mit dabei."